Jurysitzung der Equestrian Creator Awards 2026

Ein Blick hinter die Kulissen

Die Equestrian Creator Awards haben sich innerhalb kurzer Zeit als feste Größe in der deutschsprachigen Pferdewelt etabliert. 2026 findet das Event zum zweiten mal statt und ich freue mich, Teil der Fachjury sein.

​In diesem Beitrag möchte ich einen Einblick in die Juryarbeit geben, die beteiligten Mitglieder vorstellen und beschreiben, wie die Entscheidungen hinter den Kulissen entstanden sind.

Die Fachjury 2026

Die Jury der Equestrian Creator Awards 2026 setzt sich bewusst interdisziplinär zusammen. Ziel ist es, digitale Pferde-Inhalte aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten – fachlich, medial, wirtschaftlich und künstlerisch.

Christoph Hess, eine Größe in der Pferdewelt und aktiv als Pferdewirtschaftsmeister, Richter und Ausbilder im Reitsport. Er bringt jahrzehntelange Erfahrung aus Ausbildung, Bewertung und Pferdeethik in die Juryarbeit ein und legt besonderen Wert auf fachliche Korrektheit und verantwortungsvollen Umgang mit dem Pferd.

Linda Krüger, Chefredakteurin des Magazins CAVALLO. Ihr Fokus liegt auf redaktioneller Qualität, fachlicher Richtigkeit und der Relevanz der Inhalte für eine anspruchsvolle Pferdewelt.

Thoms Lehmann, Key Account Manager Equine bei der Agria Tierversicherung bringt die Perspektive von Markenpartnerschaften, Glaubwürdigkeit und Sicherheit ein. Er legt Wert auf die Vermittlung eines verantwortungsvollen Umgangs mit dem Pferd und eine klare Vorbildfunktion der gezeigten Inhalte.

Daniel D’Amico, Geschäftsführer von Kristallkraft Naturprodukte. Bewertet Inhalte aus unternehmerischer Sicht, mit Blick auf Werte, Markenhaltung und langfristige Wirkung von Creator-Content. Da die Wurzeln des Unternehmens im kompromisslosen Einsatz für das Wohl des Pferdes liegen, bewertet er besonders die Authentizität und ethische Haltung der Creator.

André Karkalis, Geschäftsführer der Agentur TONY und Initiator der Equestrian Creator Awards ist Experte für Social-Media-Strategien, Reichweitenentwicklung und Creator-Ökonomie.

Michaela Stocker, Künstlerin mit Schwerpunkt Equine Art. In der Jury bin ich zuständig für die visuelle und ästhetische Bewertung: Bildsprache, Wirkung, Authentizität und emotionale Tiefe der Inhalte.

Welche Kategorien wurden bewertet

Die Fachjury bewertete vier der insgesamt fünf Award-Kategorien:

  • Creator des Jahres
  • Micro Creator des Jahres
  • Profi-Reiter:in des Jahres
  • Purpose Award des Jahres

Der Publikumspreis wird ausschließlich über ein öffentliches Online-Voting vergeben und war nicht Teil der Jurysitzung am 30.01.2026 in Düsseldorf.

Der Ablauf der Jurysitzung

Die Juryarbeit begann bereits im Vorfeld mit der individuellen Sichtung der Einreichungen. Jede Jurorin und jeder Juror setzte sich zunächst eigenständig mit den nominierten Accounts auseinander. Bewertet wurden nicht einzelne Posts, sondern der Gesamteindruck eines Profils. In der gemeinsamen Jurysitzung wurden die Bewertungen anschließend zusammengeführt und intensiv diskutiert. Die Sitzung war geprägt von konzentrierter Atmosphäre, klarer Struktur und konstruktivem Austausch.

A table setting featuring a nameplate for Michaela Stocker, a juror at the Equestrian Awards 2026, next to a scorecard and a coffee cup.

Mein eigener Fokus lag dabei besonders auf der visuellen Sprache: auf Bildaufbau, Rhythmus, Farbigkeit und dem emotionalen Ton der Inhalte. Mich interessierte, ob ein Account eine erkennbare Aussagekraft transportiert und ob das Pferd als fühlendes Wesen sichtbar bleibt – jenseits von Inszenierung oder reiner Performance.

Die Juryarbeit hat gezeigt, wie vielfältig digitaler Pferde-Content heute ist. Neben professionell produzierten Formaten gab es viele Ansätze, die durch Ehrlichkeit und Informationsgehalt überzeugten. In den Diskussionen wurde immer wieder deutlich, dass Reichweite allein kein Qualitätsmerkmal ist. Entscheidungen entstanden durch Abwägung. Oft waren es Details, Zwischentöne oder deutlich erkennbares Potential, die den Ausschlag gaben.

Zusammenfassende Worte

Die Equestrian Creator Awards 2026 sind eine Preisverleihung mit Botschaft. Sie sind ein Spiegel dafür, wie sich die Pferdewelt weiterentwickelt – digital wie physisch – und wie wichtig Differenzierung, Qualität und Verantwortung in diesem Raum geworden sind.

Der Blick hinter die Kulissen der Juryarbeit hat mir gezeigt, wie viel Sorgfalt und Ernsthaftigkeit viele Creator in ihre Arbeit investieren. Diese Vielfalt sichtbar zu machen und bewusst zu würdigen, ist der eigentliche Wert dieser Auszeichnung. Am 18. April 2026 findet die Preisverleihung anlässlich der Equestrian Creator Night statt.

Was trägt man dieses Jahr auf dem Oktoberfest? Kunst.

Die Künstlerin und Pferdemalerin trägt ein großes Gemälde vor der Statue der Bavaria während des Oktoberfestes, umgeben von einer Menschenmenge anstelle eines Dirndls. Was trägt man dieses Jahr auf dem Oktoberfest? Kunst.
Was trägt man dieses Jahr auf dem Oktoberfest? Kunst. In bewegten Zeiten sollte man besser in Kultur statt in Bier und Dirndl investieren. Das Gemälde ‚Rosenheimer Fürstenzug‘ als weniger modisches, sondern mehr als gesellschaftskritisches Statement beim Oktoberfest 2025.

Vom 19. bis 21. September 2025 durfte ich meine Werke im historischen Eisernen Haus im Schlosspark Nymphenburg ausstellen – ein Ort, der durch seine Architektur ebenso wie seine einzigartige Lage verzaubert.

Schon der Weg dorthin war ein kleines Erlebnis: Er führt durch den wunderschön angelegten Schlosspark, vorbei an einem romantischen Wasserlauf, in dem sich eine Schwanenfamilie, Gänse und sogar Reiher tummeln. Zwischen den alten Bäumen brach goldenes Spätsommerlicht hindurch und zauberte eine Atmosphäre, die perfekt zu den Ausstellungstagen passte.

Ein kunstvolles Innenansicht des Eisernen Hauses im Schloss Nymphenburg während einer Ausstellung, mit Besuchern, die Bilder betrachten und sich unterhalten.
Besucher beim Erkunden der Kunstwerke während der Ausstellung im Eisernen Haus.

Am Freitagmittag begann alles mit dem Aufbau der Ausstellung. Nach und nach fanden die ersten Besucher ihren Weg ins Eiserne Haus, neugierig darauf, die Bilder und ihre Geschichten zu entdecken. Am Abend folgte die Vernissage, die von vielen interessierten Gästen besucht wurde. Besonders bewegend war eine Ansprache zum Thema „Was ist Kunst für jeden von uns?“ – ein Moment voller Herz, Tiefgang und Inspiration. Es entstanden wunderbare Gespräche, und ich durfte neue, spannende Kontakte knüpfen.

Bei der Vernissage im Eisernen Haus – Gespräche und Begegnungen voller Emotion und Inspiration.

Der zweite Tag startete wieder mittags mit geöffneten Türen für alle Kunstinteressierten. Da zeitgleich das Oktoberfest begann, habe ich diese besondere Gelegenheit genutzt, um ein Stück meiner Ausstellung mitzunehmen – im wahrsten Sinne des Wortes. Mit meinem Bild ‘Rosenheimer Fürstenzug’ bekleidet besuchte ich die Wiesn. Die imposante Freiheitsstatue Bayerns, die Bavaria, und das Schützen-Festzelt boten eine unvergleichliche Kulisse. Das Bild sorgte dort für neugierige Blicke und spontane Gespräche. Das Motto: Was trägt man in diesem Jahr auf dem Oktoberfest? Kunst. Am Abend war der Zauber vorbei und das Werk fand sich wieder auf seinem Platz – der Staffelei im Eisernen Haus ein.

Der ‘Rosenheimer Fürstenzug’ beim Oktoberfest vor der Kulisse des Schützenzeltes.

Auch der Sonntag zeigte sich noch einmal von seiner schönsten Seite: strahlend sonnig, warm und voller goldener Spätsommerfarben. Den ganzen Nachmitag war die Ausstellung sehr gut besucht– einige folgten dem Ausstellungsplakat, andere ihrer Intuition während eines Spaziergangs durch den Schlosspark. Gegen Abend machte sich langsam eine leise Aufbruchstimmung breit. Die letzten Gäste verabschiedeten sich, und nach und nach leerte sich das Gewächshaus. Es wurde wieder still in dem Wänden des Eisernen Hauses. Einzig die Pflanzen blieben als schweigende Zeugen des Wochenendes zurück.

Meine gezeigten Werke waren der Jahreszeit gewidmet und thematisierten herbstliche Traditionen wie den Almabtrieb oder das Rosenheimer Herbstfest. Mit pastelligen Farben, weichen, impressionistischen Übergängen und stimmungsvollen Motiven wollte ich den Zauber dieser besonderen Zeit einfangen – und die vielen positiven Reaktionen der Besucher haben mir gezeigt, dass diese Stimmung angekommen ist.

Michaela Stocker in einem hellrosa Kleid steht neben einer Galerie mit ihren Kunstwerken im Eisernen Haus im Schlosspark Nymphenburg München. Ausgestellt sind verschiedene Bilder in Rahmen dekoriert, darunter Pastellmalereien und impressionistische Motive in Öl.
Impressionen der Ausstellung im Eisernen Haus im Park von Nymphenburg.

Dieses Wochenende war für mich ein Erlebnis voller Begegnungen, Inspiration und Dankbarkeit. Ich durfte meine Kunst an einem beeindruckenden Ort zeigen, spannende Gespräche führen, bekannte Gesichter wiedersehen und neue Menschen kennenlernen. Mit einem Herzen voller schöner Erinnerungen blicke ich nun nach vorne und freue mich auf alles, was kommt.

Festzug der Sinne – Eine künstlerische Reise

Ausstellung im Eisernen Haus im Nymphenburger Schloßpark

19.–21. September 2025

Ich freue mich sehr, bekannt geben zu können, dass meine nächste Ausstellung vom 19. bis 21. September 2025 im Eisernen Haus Nymphenburg stattfinden wird.

Die Malerei begleitet mich seit meiner Kindheit. Nach meiner Ausbildung im Kommunikationsdesign mit den Schwerpunkten Grafik und Mode sowie meiner Tätigkeit als Porzellanmalerin habe ich viele Jahre für die Porzellanmanufaktur MEISSEN im Bereich künstlerische Wandgestaltung und Marketing gearbeitet. Parallel dazu führte mich mein künstlerischer Weg bereits zu Ausstellungen in Deutschland Kanada, den USA, Frankreich, China, Dubai und Großbritannien – und nun wieder in meine bayerische Heimat.

Festzug der Sinne – Eine künstlerische Reise

Ich stamme aus Rosenheim, daher liegt es nahe, dass in meine Themen auch immer wieder die bayerische Kultur einfließt. Nach all meinen Ausstellungen im In- und Ausland ist es mir eine besondere Freude, nun wieder in der Heimat auszustellen. Gerade die Traditionen Oberbayerns, die Feste, die Bräuche und die Natur sind für mich eine unerschöpfliche Inspirationsquelle.

Ein Augenzwinkern auf Leinwand

Neben weiteren Arbeiten zeige ich in München ein Ölgemälde, das den Umzug zum Rosenheimer Herbstfest darstellt. Die Idee dazu entstand durch meine Fahrten zwischen Sachsen und Rosenheim und ist inspiriert vom berühmten Fürstenzug in Dresden.

Mit einem Augenzwinkern habe ich die Vorstellung visualisiert, dass auch Rosenheim seine eigene Version des Fürstenzuges verdient. Farblich und stilistisch geht mein Werk jedoch neue Wege: Während das Original aus über 20.000 Porzellanfliesen von MEISSEN besteht, habe ich mit Ölfarben und plastischen Elementen aus hochkarätigem Echtgold gearbeitet. Kleine Details wie angedeutete Rauten erinnern bewusst an den Fürstenzug Dresden. Doch anstelle von Königen und Kurfürsten zeigt meine Version das prachtvolle Brauereigespann einer Rosenheimer Traditionsbrauerei, die für viele vor Ort fast so etwas wie einen fürstlichen Status genießt.

Herbstfeste, Erntesaison und Almabtrieb

Für diese besondere Ausstellung habe im ich das Thema Herbstfest und Erntesaison aufgegriffen – passend zur Zeit, in der Rosenheim, München und viele andere Orte in Bayern ihre traditionellen Feste feiern.

Neben dem Rosenheimer Herbstfest widme ich mich auch dem Almabtrieb, einem Brauch, der für die Region genauso prägend ist wie das Volksfest. So wird in meinen Bildern auch eine Kuh vom Almabtrieb in Sachrang zu sehen sein – geschmückt und stolz, Symbol für gelebte Tradition und den Rhythmus der Natur.

Darüber hinaus finden sich in meinen Arbeiten Stillleben mit Blumen, Früchten und Tieren, die den Reichtum und die Lebendigkeit dieser Jahreszeit widerspiegeln. Farblich bewegen sich die Werke in einer dominierenden Palette von Rosé- und Apricottönen kombiniert mit Grün. Zum Einsatz kamen Öl-, Aquarellfarben und Pastellmalerei, wodurch eine besondere Weichheit und und impressionistische Anmutung entsteht. Die ausgestellten Bilder, die Tradition und Inspiration, Autobiographisches und Humor miteinander verbinden – sind eine persönliche Hommage an meine Heimat und an die Erlebnisse, die meinen künstlerischen Weg geprägt haben.

Kunst, Begegnungen und Gespräche

Die Gruppenausstellung der Galerie art4nature im Eisernen Haus Nymphenburg bietet Gelegenheit, in Bildwelten einzutauchen, sich inspirieren zu lassen und ins Gespräch zu kommen.

Ort: Eisernes Haus, Nymphenburg, München

Datum: 19.–21. September 2025

Ich freue mich auf interessante Gespräche und auf eine inspirierende Zeit – umgeben von Kunst.